Wenn, dann richtig. Wenn schon web2.0, dann alles. Wenn schon bloggen, dann auch podcasten.
Ich habe lange nicht verstanden, was das soll, wer das macht, wie das geht und vor allem WO.
So suchte ich vor gar nicht allzu langer Zeit via Google Websearch nach Podcasts. Irgendwelche Podcasts. Ich konnte zu dieser Zeit nicht einmal präzisieren, in welche Richtung diese Podcasts thematisch hätte gehen sollen.
Ich fand nichts. Nicht wirklich. Wie auch. Ich hatte den Witz dahinter einfach noch nicht begriffen. Obwohl mich ja schon ein meiner treuen Fans auf die Podcast von goXplore hingewiesen hatte. Gecheckt habe ich das aber auch nicht…
Nachdem ich jetzt schon eine ganze Weile dabei bin, Blog zu schreiben und vor allem auch Blogs zu lesen, wird man irgendwann cosy mit dem ganzen Geraffel und weiß, wo Podcasts zu finden sind. Genauer gesagt, findet man keine Podcasts, sondern sie tauchen hier und da einfach auf. In der Blogosphäre. Vertonte Artikel. Vertonte Gedanken. Meist auch schlicht vertonter Bullshit. Aber auch Bullshit wird gehört. Nicht etwa, weil man mit der Thematik, um die es in dem Podcast geht, vertraut oder diese von besonderem Interesse ist, sondern weil man mit dem Autor, dem Blogger, dem Verfasser einer Vielzahl von Artikel vertraut ist. Mit dem Verfasser sympathisiert, ihn glaubt zu kennen.
Und da kommt der Podcast ins Spiel. Ein weiteres Puzzlestück, das sich in das noch nicht fertige Gesamtbild des Autors gesellt. Die Stimme. Man verleiht nicht nur diesem einen bestimmten Beitrag eine Stimme, sondern bereits geschriebenen und sogar noch unveröffentlichten Artikeln eine Stimme. Sie wird in Zukunft immer dabei sein. In den Gedanken des Lesers. Die Art, wie er spricht, die Art, wie er erzählt. Das Talent, einen Hörer mitzureißen. Oder auch nicht.
Wenn die Stimme nicht gefällt. Wenn der Leser mehr Drive erwartet hätte. Eine gänzlich andere Stimme, eine gänzlich andere Erzählweise.
Wenn dem Hörer die Stimme, das Gesamtbild, nicht gefällt, läuft der Podcaster Gefahr, einen Fan der Artikel zu verlieren. Weil er Stimme gezeigt hat. Eine Stimme, die möglicherweise nicht jedem gefällt und die Artikel sich längst nicht mehr so geschmeidig lesen wie mit der eigens erdachten Stimme.
Es kann aber auch sein, dass er einen Fan diverser Artikel noch mehr an sich bindet. Weil die Stimme passt. Weil die original Stimme mit der Stimme im Kopf des Lesers übereinstimmt. In diesem Fall wird mehr Nähe geschaffen. Nähe, die durch Aufmerksamkeit geschaffen wird, Aufmerksamkeit, die ein Blogger oder Podcaster braucht, um seinen Blog am Leben halten zu können.
Ich habe mich dazu entschlossen, zu podcasten. Mein Angebot zu differenzieren. Und ich bin gespannt, ob meine Stimme zu der Stimme in Eurem Kopf passt.
Wie ich das anstelle, weiß ich noch nicht ganz genau. Ich habe das Problem, dass ich bei WordPress exklusive Webspace keinen kostenfreien Zugriff auf Podpress habe. Was ich allerdings habe ist ein Mikrofon und „Garageband“. Immerhin. Dann kann es schon fast losgehen.
Braucht man ein Mischpult? Ich habe kein Mischpult. Habe keine Ahnung. Keine Ahnung zum Beispiel auch davon, wie man einen Jingle einfügt. Muss man einen Jingle einfügen? Wie produziert man einen Jingle? Wie wichtig ist die Professionalität, wo es doch in erster Linie um den Content geht? Bei welchen Anbietern, kann ich kostenfrei Podcasts hosten?
Ihr seht, ich stehe noch am Anfang. Aber vielleicht habt ihr Tips und Tricks, die aus meinen kleinen Schritten große machen. Die meinen kleinen Blog mit meinem noch kleineren Podcast ganz groß rausbringen. Und wenn es dann soweit ist, bin ich gespannt auf Eure Meinung.
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